Sondermodell Ford KA mit Erdgasantrieb

Ford Ka mit Erdgasantrieb
Hybridtechnologie für Fords Kleinsten

Köln, 29. Mai 1998 - Ford bringt sein kleinstes Auto mit Erdgas-Antrieb heraus. Premiere feierte der Ökozwerg jetzt auf dem Kölner "Internationalen Kongreß für Erdgasfahrzeuge NGV '98". Nun können Ka, Fiesta, Fiesta Courier, Escort, Mondeo und Transit auf den "bivalenten Betrieb" umgerüstet werden, so daß sie wechselweise mit Erdgas und Benzin betrieben werden können.

Der Ka hat als Kleinwagen seine Stärken vor allem im Stadtverkehr. Gerade hier wirkt sich laut Ford der Erdgasantrieb positiv aus. Das saubere Erdgas als Treibstoff verringert insbesondere diejenigen Abgaskomponenten, die zu Sommersmog - also erhöhten Ozonwerten in der Luft - führen. Diese Abgaskomponenten, Kohlenwasserstoffe (HC) und Stickoxide (NOx), werden gegenüber konventionellen Diesel- oder Ottomotoren um 80 % reduziert. Darüber hinaus verringert sich auch der Kohlenmonoxid-Gehalt (CO) des Abgases.

Bei der Umrüstung wird eine 80-Liter-Gasdruckflasche in den 60 PS starken Ford Ka eingebaut. Das ergibt eine durchschnittliche Reichweite von 240 Kilometern im Erdgas-Betrieb. Dazu kommt die Reichweite im weiterhin möglichen Benzinbetrieb.

1997 wurden in Deutschland 430 erdgasbetriebene Ford-Fahrzeuge zugelassen. Dadurch erhöhte sich die Gesamtanzahl der umweltfreundlichen Fahrzeuge auf 3.500 Stück. Der Erdgasantrieb ist also bisher immer noch eine Lösung für eine kleine Minderheit. Aber der Trend ist steigend: Von 1996 auf 1997 verdoppelte sich die Zahl der Erdgasfahrzeuge.

In den USA bietet Ford bereits zwölf Fahrzeuge an, deren Motoren mit Ethanol, Methanol, Erdgas, Flüssiggas und Strom betrieben werden. Dort hat Ford in diesem Segment einen Marktanteil von 95 Prozent und verkaufte 10.285 Fahrzeuge im Jahr 1997.

 

Ford KA mit Erdgasantrieb

Soll den Stadtverkehr umweltfreundlicher machen: Erdgas-Ka